____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Lichtwarkschule
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
BW
Die Lichtwarkschule war eine 1914 gegrĂŒndete reformpĂ€dagogische Schule in Hamburg-Winterhude. Sie wurde nach PlĂ€nen Fritz Schumachers errichtet. Zwischen 1920 und 1937 war sie nach Alfred Lichtwark benannt, einem der BegrĂŒnder der MuseumspĂ€dagogik und der Kunsterziehungsbewegung sowie erstem Direktor der Hamburger Kunsthalle. Im Zuge nationalsozialistischer Gleichschaltung wurde das Profil der Schule nach 1933 schrittweise verĂ€ndert, bis diese 1937 endgĂŒltig von der Landesunterrichtsbehörde aufgelöst und mit dem Heinrich-Hertz-Realgymnasium zur Oberschule am Stadtpark fĂŒr Jungen zusammengelegt wurde. Heute befindet sich in dem SchulgebĂ€ude die Heinrich-Hertz-Schule.
Contents
âą Lehrer
âą SchĂŒler
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
PĂ€dagogik und Schulprofil
Die Lichtwarkschule ging aus der 1914 gegrĂŒndeten Realschule in Winterhude hervor. Die Idee zu ihr entstand in der Folge des Weimarer Schulkompromisses, der dem Gedanken an eine Einheitsschule zwar eine Absage erteilte, dennoch aber die Einrichtung von Versuchsschulen erlaubte.
Ein Kreis von PĂ€dagogen an der Winterhuder Realschule, dem Erich JĂ€nisch, Georg JĂ€ger, Peter Petersen, Rudolf Kappe und Gustav Heine angehörten, erbat im MĂ€rz 1920 von der Hamburger Oberschulbehörde die Möglichkeit, âauf einen neuen Typ der höheren Schule hinzuarbeitenâ. Der Hamburger Senat stimmte dem Vorhaben zu und bestĂ€tigte im Februar 1921, dass die neue Oberschule den von Lehrern und Eltern gewĂŒnschten Namen Lichtwarkschule tragen dĂŒrfe.cite-ref-1[1] Haubfleisch zĂ€hlt die Lichtwarkschule neben der von Fritz Karsen initiierten Karl-Marx-Schule in Berlin-Neukölln und der von Wilhelm Blume gegrĂŒndeten Schulfarm Insel Scharfenberg zu den âwichtigsten und interessantesten (höheren) öffentlichen Versuchsschulen der Weimarer Republikâ.cite-ref-2[2]
Als Versuchsschule war die Lichtwarkschule nicht an LehrplĂ€ne gebunden, durfte SchĂŒler auĂerhalb des eigentlichen Schulbezirks aufnehmen und konnte ĂŒber die Zusammensetzung ihres Kollegiums selber entscheiden. Der Schulleiter wurde vom Kollegium gewĂ€hlt. Doch der reformpĂ€dagogische Eifer scheint auch seine Schattenseiten gehabt zu haben, wie unter anderem die Erinnerungen von Fritz C. Neumann zeigen, der sich im Herbst 1922, mitten in seiner Referendarzeit, auf eigenen Wunsch an die Lichtwarkschule versetzen lieĂ: âNiemand gab der ganzen Schule Form und Richtung. Jeder Sekundarlehrer an einer der Hamburger Sekundarschulen, der etwas Neues ausprobieren wollte, konnte sich den Mitarbeitern der Lichtwarkschule anschlieĂen, und das taten sie auch. So wurde sie zu einem Sammelbecken verschiedener Ideen und Trends.âcite-ref-3[3] Und auch der Kursunterricht als Gegenmodell zum klassischen Klassenunterricht wurde schnell wieder abgeschafft, wie Georg JĂ€ger schon im Mai 1923 bei einem Besuch der Schulfarm Insel Scharfenberg seinen dortigen Kollegen zu deren Verwunderung erlĂ€uterte: âDr. JĂ€ger erzĂ€hlte von seinen Erfahrungen, und wir schilderten ihm unsere gegenwĂ€rtige Unterrichtslage. Ăberrascht waren wir zu hören, daĂ die Kurse dort so gut wie aufgegeben sind, nur noch ein prinzipiell geĂ€ndertes Dasein im fakultativen Zusatzstunden fĂŒhren; als BegrĂŒndung fĂŒhrte der Gast an, die Kurseinteilung habe zu einer Auflösung der Gemeinschaft gefĂŒhrt; ĂŒber der Spezialisierung sei das Gemeinsame verloren gegangen und das, was man im guten Sinne Klassengeist nenne, ganz verflĂŒchtigt. Bei uns ist das nicht zu befĂŒrchten, da man sonst den ganzen Tag gemeinsam verlebt; die Lichtwarkschule ist eine Tagesschule. Ferner gibt die Kulturwoche mit ihren 30 gemeinsamen Stunden dem GemeinsamkeitsgefĂŒhl das nötige Ăbergewicht auch in unterrichtl. Beziehung. Es scheinen dort in Hamburg auĂerdem noch andere GrĂŒnde mitgesprochen zu haben, ein sachliches Erlahmen. Wir sehen das Problem weit optimistischer an als Dr. JĂ€ger. Zum mindesten sind der Mathematik- und der Deutschkurs auf dem Wege zum uns vorschwebenden Ideal. Die Kurse aufgeben, hieĂe Scharfenberg einen Lebensnerv abschneiden! Dr. JĂ€ger blieb noch bis zum SpĂ€tnachmittag bei uns; der gegenseitige Gedankenaustausch war sehr fördernd.âcite-ref-4[4]
Das passt zu der Feststellung FĂŒssls, der die Zeit nach Peter Petersens Berufung an die Friedrich-Schiller-UniversitĂ€t Jena als eine Zeit des Umbruchs und der Neuorientierung beschreibt: âSeit dem raschen Weggang PETER PETERSENS nach Jena 1923 verfĂŒgte die Schule ĂŒber keine Leitfigur mehr, die eine Richtung fĂŒr die Ausgestaltung des Versuchs hĂ€tte weisen können. Sie entwickelte sich zum Sammelbecken unterschiedlichster ReformansĂ€tze und zum Konfliktfeld, aber auch zum Modell fĂŒr die Definition und Spannweite reformpĂ€dagogischer Möglichkeiten. In der Praxis kehrte sie sogar zum System des Klassenunterrichts zurĂŒck.âcite-ref-f-ssl231-5-0[5] In dieser Situation ergriff eine Gruppe junger Lehrer die Initiative.
âWir, d. h. einige junge âKandidatenâ â Lehrer im Vorbereitungsdienst â, die 1922 und 1923 an die Schule kamen, spĂŒrten, dass es zu einer Stagnation kam und dass etwas getan werden musste, um die Schule wiederzubeleben. Also haben wir eine Art Revolution gestartet. âWirâ waren hauptsĂ€chlich drei, Walter Teich, der im Grunde ein Dichter war, ein gewisser Herr Schnell â der seine Karriere spĂ€ter auf eine sehr sensationelle und lustige Weise beendete â und ich selbst. Wir entschieden, dass die unglĂŒckliche Situation darauf zurĂŒckzufĂŒhren war, dass die Schule keine gemeinsame Philosophie und kein gemeinsames GrundverstĂ€ndnis hatte. Jeder zog in eine andere Richtung. Also beschlossen wir, alle von uns geschĂ€tzten Ă€lteren MĂ€nner zu versammeln â es gab sehr viele â und fĂŒhrten Treffen in PrivathĂ€usern durch, um ein solches gemeinsames GrundverstĂ€ndnis auszuarbeiten und zu vereinbaren. Unsere Gruppe hat diese Entscheidungen dann in den Mitarbeiterversammlungen durch eine Blockabstimmung umgesetzt. Eine Weile lief alles gut, aber dann brach unsere gemeinsame Front zusammen. Wir Jungen wollten etwas Sozialismus in unsere gemeinsame Plattform bringen, aber das mitzumachen, weigerte sich die Mehrheit. Demokratie war als Grundidee in Ordnung, aber nicht Sozialismus.cite-ref-fcn-113-6-0[6]â
Heinrich Landahl wurde zum Gegenspieler von Neumann und seinen Freunden. Das sozialistische Experiment wurde beendet, Georg JĂ€ger musste als Schulleiter zurĂŒcktreten und wurde durch Fritz Wiesner ersetzt, âder konsequent eine PĂ€dagogik vom Kinde aus vertrat, aber die offene Politisierung ablehnteâ.cite-ref-f-ssl231-5-1[5] Die Verabschiedung eines verbindlichen Leitbildes fĂŒr die Schule unterblieb und jeder konnte weiterhin seine eigenen Ziele verfolgen. Noch mehr als zuvor aber, so Neumann, wurde die Schule zu einer Ansammlung hoch interessierter und befĂ€higter PĂ€dagogen, und es gab curriculare Weiterentwicklungen:
âą Das Fach Kulturkunde, das die FĂ€cher Geschichte, Deutsch, Geographie und Philosophie integrieren sollte, wurde eingefĂŒhrt.
⹠Als ErgÀnzung der Kulturkunde fanden fortan jÀhrlichen Studienreisen statt.
âą Englisch wurde als erste Fremdsprache etabliert und ebenfalls in einen kulturkundlichen Rahmen gestellt.
âą TĂ€gliche Turnstunden waren obligatorisch.
âą Koedukation wurde Zug um Zug weiter ausgebaut.
âą Es gab eine SchulbĂŒhne, einen Chor und ein Orchester.
Arbeiter-Abiturientenkurs
Die Lichtwarkschule verfolgte einen egalitĂ€ren Ansatz und wollte offen fĂŒr Kinder aus allen sozialen Schichten sein. Nach Ursel Hochmuth betrug âder Anteil der SchĂŒler aus Arbeiterfamilien [âŠ] im Durchschnitt fast 11 %â.cite-ref-8[8] PrĂ€gend fĂŒr das schulische Milieu scheinen sie nicht gewesen zu sein, wie Hermann E. Hinderks bemerkte:
âAn dieser in mehr als einer Hinsicht âșexklusivenâč Schule ⊠(bot sich) das schöne Bild allgemeiner höherer LebensqualitĂ€ten, die wir gleichfalls hier in den eigentlichen LichtwarkschĂŒlern ĂŒberall vor Augen hatten. Kam doch die groĂe Mehrzahl von ihnen aus dem Milieu einer im ganzen recht gehobenen BĂŒrgerlichkeit, deren Kultiviertheit uns fremd und ebenfalls unzugĂ€nglich war wie jene Möglichkeiten gröĂerer seelischer Expansion. Der eine oder andere von uns AK-Leuten hat dann zuweilen auch an den WidersprĂŒchen zwischen eigenwillig-stolzem Selbst- und KlassebewuĂtsein ⊠und den kontrĂ€ren Neigungen zu den extravaganten Lebensformen und AnsprĂŒchen einer vorwiegend doch elitĂ€ren SchĂŒlerschaft laboriert.cite-ref-9[9]â
Die Sicht, aus der Hinderks hier resĂŒmiert, ist die der Arbeiter-Abiturienten (âAK-Leutenâ). âDas war eine Gruppe von jungen Arbeitern â alle Jungen â, die nach mehrjĂ€hriger Arbeit in diesen Kurs aufgenommen wurden, um so geschult zu werden, dass sie nach einigen Jahren die HochschulaufnahmeprĂŒfung ablegen konnten. Die Idee war, einen Stamm von Söhnen der Arbeiterklasse und der Sozialdemokraten zu schaffen, die fĂŒr wichtige Positionen im Staat zur VerfĂŒgung stehen wĂŒrden, was dringend notwendig war, da die Weimarer Republik zu ihrem groĂen UnglĂŒck die alte reaktionĂ€re BĂŒrokratie der Kaiserzeit ĂŒbernommen hatte. Und diese MĂ€nner sabotierten die Demokratie, wo immer sie konnten und auch sehr erfolgreich.âcite-ref-10[10]
Auch hiermit beschritt die Lichtwarkschule einen Weg, den auch die Karl-Marx-Schule in Berlin mit ihren Berliner Arbeiter-Abiturientenkursen zu einem wichtigen Bestandteil ihres Lernangebots gemacht hatte. Wann die Lichtwarkschule damit anfing, darĂŒber gibt es unterschiedliche Aussagen. Hochmuth datiert den ersten Kurs auf das Jahr 1927cite-ref-11[11], wĂ€hrend Neumann erwĂ€hnt, auch der âheutige Hamburger OberbĂŒrgermeister ist ein ehemaliger Absolvent dieses Arbeiterkursesâ. Zur Zeit der Abfassung von Neumanns Manuskript war Paul Nevermann Hamburger OberbĂŒrgermeister. Der hatte allerdings bereits ab 1923 einen Arbeiter-Abiturientenkurs besucht und diesen erfolgreich im Jahr 1926 beendet.
Zeit des Nationalsozialismus, Ende der Lichtwarkschule
Vermutlich 1932 tauchte erstmals das auf die Lichtwarkschule gemĂŒnzte Schimpfwort vom âroten Mistbeet am Stadtparkâ auf.cite-ref-12[12] Doch auch vorher schon stand die Schule unter Beschuss â auch seitens der Behörden, wie Fritz C. Neumann und andere am eigenen Leib erfahren mussten. âNach dem nationalsozialistischen Wahlsieg von 1930 beschloss die Hamburger Schulbehörde, die Lichtwarkschule von kommunistischen Lehrern zu reinigen. Drei von uns (Kappe, Lewalter und ich) wurden an andere Schulen versetzt, wo wir völlig isoliert voneinander sein wĂŒrden. Sobald meine Klasse ihre AbschlussprĂŒfung im Herbst 1930 abgeschlossen hatte, wurde ich auf die Oberrealschule am Kaiser Friedrich Ufer versetzt, eine regulĂ€re Sekundarschule des gleichen Typs wie die, die ich selbst als Junge besucht hatte.âcite-ref-13[13]
Die Machtergreifung der Nationalsozialisten leitete dann das Ende der Lichtwarkschule ein. Im Mai 1933 musste Gustav Heine als erster Lehrer die Schule verlassen; er wurde von Polizisten wĂ€hrend des laufenden Unterrichts festgenommen. Ihm folgten unter anderem Willy Denecke und Ernst Loewenberg. Damit einher ging âdie starke Einwirkung der gleichgeschalteten Schulbehörde auf Schulleitung, Kollegium und SchĂŒlerschaftâ.cite-ref-14[14] Heinrich Landahl, der als Schulleiter und Politiker einen Anpassungskurs gegenĂŒber den Nationalsozialisten verfolgte, wurde gleichwohl nach den Sommerferien 1933 als Schulleiter abgesetzt und durch das NSDAP-Mitglied Erwin Zindler ersetzt. Dessen Stellvertreter wurde der spĂ€tere Oberstleutnant und Mörder Berthold Ohm.cite-ref-15[15] Die neue Schulleitung betrieb die âErziehung zur Deutschheitâ, Kulturkunde wurde abgeschafft und der alte FĂ€cherkanon wieder zum Leben erweckt, die Gemeinschaft zwischen Lehrern und SchĂŒlern sollte aufgebrochen werden. âDieser GleichschaltungsprozeĂ, das Vordringen der faschistischen Ideologie im Kollegium und unter den SchĂŒlern, vollzog sich nicht ohne Widerspruch von seiten des Stamms der Lichtwarkschulgemeinde. Der alten Tradition verbundene Lehrer und SchĂŒler, die die vor sich gehenden VerĂ€nderungen bewuĂt erlebten, lernten sich auf die neue Situation einzustellen; im Schulhaus wurden die Verweigerung, die Ironie. das Wörtlich-Nehmen, die Ăbertreibung zu Mitteln ihrer Abwehrgefechte.â Und 1935 gehörten immerhin zwei Drittel der LichtwarkschĂŒler â anders als Helmut Schmidt â noch nicht der Hitlerjugend an.cite-ref-16[16]
Innerhalb des Lehrkörpers riefen die âerzwungene Anpassung der liberalen Versuchsschule an die Dogmen und Mythen der NSDAP und der gleichzeitige Wegfall der RechtsgrundsĂ„tze, die bis dahin das Dasein der Beamten gesichert hatten, [âŠ] sehr verschiedene Reaktionen hervorâ.cite-ref-17[17] Das Spektrum dieser Reaktionen umriss Hans LiebschĂŒtz so: âAuf der einen Seite gab es einzelne âșBekehrteâč, die ihre bisherige Arbeit und Stellungnahme in der Schule als ein Auf-dem-Wege-Sein zu den Forderungen von 1933 aufzufassen begannen. Auf dem anderen FlĂŒgel stand eine Kollegin, die dem nationalsozialistischen Schulleiter gegenĂŒber das harmlose junge MĂ€dchen spielte, um in der Klasse die ihr eigene Lehrweise ganz ungebrochen und im ausgesprochenen Gegensatz zu der herrschenden Richtung fortsetzen zu können.âcite-ref-18[18] Doch unterm Strich, so Hochmuth, âhatte sich das KrĂ€fteverhĂ€ltnis in der Lehrerschaft eindeutig nach rechts verschobenâ.
Ende 1936 beschloss die Schulbehörde, die Lichtwarkschule aufzulösen. Nachdem die Koedukation aufgehoben worden war und die MÀdchen sich an anderen Oberschulen anmelden mussten, wurde die Lichtwarkschule an Ostern 1937 mit der ehemaligen Heinrich-Hertz-Schule zur Oberschule am Stadtpark, der heutigen Heinrich-Hertz-Schule, vereint.cite-ref-19[19]
Lehrer
âą John Börnsen (1893â1973), Zeichenlehrer. âDie Lichtwarkschule legte ganz groĂen Wert auf Kunsterziehung, und der Zeichenlehrer John Börnsen â heutzutage wĂŒrde man sagen, ein begnadeter PĂ€dagoge â riss uns mit. Er war besonders engagiert in der Kunst seiner Jugend, dem deutschen Expressionismus.âcite-ref-20[20]
âą Willy Deneckecite-ref-21[21]
âą Hans Donandt âwar, bevor er zu Ostern 1932 nach Marienau kam, Lehrer an der Lichtwarkschuleâ.cite-ref-22[22] âHans Donandt, war einer der engsten und treuesten Freunde der Bondys und ĂŒbernahm die Unterrichtsleitung; spĂ€ter, als es fĂŒr das jĂŒdische Ehepaar Bondy immer brenzliger wurde, auch die Schulleitung in Marienau. Dann folgten Donandt und seine Familie den Bondys in die Schweiz, als diese fliehen mussten, 1937.âcite-ref-23[23] Barbara Kersken weist darauf hin, dass Hans Donandt âschon nach dem 31. Mai 1936 wieder in das hamburgische Schulwesen zurĂŒckgekehrt istâ â abberufen von der Schulbehörde.cite-ref-24[24]
âą Ida Eberhardt
âą Jochanan Ginat begann hier 1931 das erste Ausbildungsjahr als Lehramtsreferendar.
âą Gustav Heine, MitbegrĂŒnder der Lichtwarkschule.cite-ref-gr-nder-25-0[25] â[Ernst] Lewalters Freund und der andere Communist aus den frĂŒhen zwanziger Jahren war Gustav Heine. Er hatte den groĂen Vorteil gegenĂŒber seinen Genossen, dass er in der Sowjetunion gewesen war; er hatte ein Jahr lang im ukrainischen Bildungsministerium in Kiew gearbeitet. Als er zurĂŒckkam, hielt er viele VortrĂ€ge ĂŒber die U.S.S.R. In diesen betonte er besonders die Freundschaft der Sowjets zu Deutschland und ihre volle UnterstĂŒtzung Deutschlands wĂ€hrend der Zeit der Ruhrbesetzung. Als Lehrer war er ein Experte fĂŒr Englisch. Er sprach ausgezeichnetes Englisch und erbrachte Wunder dadurch, wie er es lehrte. Obwohl er vor langer Zeit jede politische AktivitĂ€t aufgegeben hatte, entlieĂen ihn die Nazis 1934. Er ging zuerst nach England und dann nach Brasilien, wo seine Frau geboren worden war und wo ihre Familie lebte. Dort lehrte er wĂ€hrend des zweiten Weltkriegs an einer deutschen Schule in Sao Paulo. Nach 1945 kehrte er in den Hungerjahren nach Deutschland zurĂŒck und unterrichtete wieder im Hamburger Schulsystem â auch nach dem Rentenalter noch. Seit kurzem ist er Direktor eines Instituto Alemano in Portugal.âcite-ref-26[26]
âą Georg JĂ€ger, MitbegrĂŒnder der Schule und zeitweiliger Schulleiter.cite-ref-gr-nder-25-1[25] Ein ĂŒberwiegend negatives Bild von ihm zeichnete Fritz C. Neumann: âJaeger war unprofessionell, man hĂ€tte ihn auch als völlig faul bezeichnen können. Er war ein Gourmet und ein Schlemmer und ein groĂer Kunstliebhaber mit exzellentem Geschmack. Ich erinnere mich, dass er seinen eigenen Tee aus Ceylon importiert hat. Er gab der Schule keine Richtung vor und lieĂ die Dinge weiter gleiten.âcite-ref-27[27]
âą Erich JĂ€nisch
âą Rudolf Kappe, MitbegrĂŒnder der Schule.cite-ref-gr-nder-25-2[25] âRudolf Kappe [âŠ] war in seinen Bemerkungen hart in seinen Manieren, autoritĂ€r, sarkastisch und so beiĂend, dass die Studenten des Arbeiterlehrgangs ihn âHimmelstossâ nannten, wie den sehr unbeleibten preuĂischen Gefreiten mit dem ĂŒblen Ruhm aus Remarques berĂŒhmtem Roman âIm Westen nichts Neuesâ. Er war so fasziniert von seinen Themen, dass er sagte, er hĂ€tte die Studenten vor ihm völlig vergessen. Seine Philosophie war eine seltsame Mischung aus Romantik â er bewunderte das Mittelalter wegen seines Wirtschaftssystems mit korporativen Institutionen und vor allem wegen seiner grandiosen Kirchenarchitektur. UrsprĂŒnglich war er Sozialdemokrat, aber enttĂ€uscht von ihrem rĂŒckgratlosen Verhalten rĂŒckte er immer nĂ€her an die Kommunisten heran. Am Ende wurde er ein vollwertiger Marxist. Er hatte ein wunderbares Wissen ĂŒber die Architektur und meine Frau und ich hatten eine wunderbare Erfahrung, als wir mit ihm und seinen SchĂŒlern auf einer Kirchenreise durch West- und SĂŒddeutschland reisten. Seine persönlichen Manieren und Wege waren so offen, scharf und fast brutal, dass er fast ein Genie hatte, sich Feinde zu machen. Er war jedoch mein besonderer Freund und als Lehrer habe ich viel von ihm gelernt. Er starb frĂŒh bei einem Luftangriff im Elsass gegen Ende des Zweiten Weltkriegs.âcite-ref-28[28]
âą Friedrich Kauffmann leitete den Arbeiter-Abiturientenkurs.cite-ref-29[29]
âą Heinrich Landahl
âą Ernst Lewalter
âą Ernst Loewenberg
âą Herbert Moltmann, der Vater von JĂŒrgen Moltmann, war âLehrer fĂŒr Latein, Geschichte und Deutsch an der berĂŒhmten Lichtwark-Schule. [âŠ] Die neue Regierung löste die Lichtwark-Schule auf, die bekanntlich voller Sozialdemokraten war. Herbert Moltmann wechselte an eine andere Schule, wollte aber frei von der Kontrolle der Nazi-Partei sein und trat 1936 in die Armeereserve ein. Persönliche Erfahrungen bestĂ€rkten Herbert Moltmanns Abneigung gegen die Nazis.âcite-ref-30[30]
âą Fritz C. Neumann
âą Berthold Ohmcite-ref-31[31]
âą Peter Petersen
âą Edgar Schnell, PĂ€dagoge und Leiter der SchulbĂŒhne der Lichtwarkschule. Er hat 1929 ein MĂ€rchenspiel als Heft 1 in der Reihe Norddeutsche Kinderspiele im Verlag E. Bloch, Berlin, veröffentlicht: Frau HĂŒ und das Vögelchen.cite-ref-32[32] Auf eben diesen Edgar Schnell verweist allerdings auch Reinold Ahr: âDr. Edgar Schnell (1896â1974), wohnhaft in Herleshausen. Er war als Studienrat in Hamburg bis 1929 tĂ€tig. Ende 1939 trat er der NSDAP bei, wurde nach dem Krieg beim Entnazifizierungsverfahren zunĂ€chst als âMitlĂ€uferâ eingestuft, nach Berufung schlieĂlich als âEntlasteterâ. 1958 arbeitet er als Leiter einer Volkshochschule in Eschwege. Im âKĂŒrschner 1958â werden als literarische Genre âBĂŒhnendichtung und Lyrikâ angegeben. Das Oeuvre ist nicht umfĂ€nglich. Nach dem Krieg trat er in die CDU ein und war von 1954 bis 1958 Mitglied im Hessischen Landtag. Heute findet man von Edgar Schnell als Schriftsteller z. B. im ZVAB.COM gerade noch drei MĂ€rchenspiele.âcite-ref-33[33] Auf diesen Edgar Schnell bezieht sich der WIKIPEDIA-Artikel Edgar Schnell, und es muss offen bleiben, ob diese Karriere gemeint war, wenn Fritz C. Neumann von einem gewissen Herr Schnell sprach, âder seine Karriere spĂ€ter auf eine sehr sensationelle und lustige Weise beendeteâ.cite-ref-fcn-113-6-1[6]
âą Hermann SchĂŒtt
âą Paul Schwemer, ein Zeichenlehrer, âder ausgeprĂ€gt links warâ.cite-ref-34[34]
âą Erna Stahl
âą Walter Teich (* 19. August 1894 bis 28. Januar 1962)cite-ref-35[35]
âą wiesner-lichtwarkFritz Wiesner kam von der Freien Schulgemeinde Wickersdorf.cite-ref-36[36] Er âwar ein Mann der Philosophie des âErziehers-als-GĂ€rtnerâ. Nach ihm sollte der Lehrer niemals versuchen, den SchĂŒlern seine eigenen Ansichten und Ideen in den Kopf zu bringen; prĂ€sentiere alle Seiten, lass sie diskutieren und dann selbst wĂ€hlen oder warte auf eine spĂ€tere Entscheidung. Er war jedoch eine sehr starke Persönlichkeit und ein geborener Erzieher. Er bestand darauf, dass seine SchĂŒler ihn bei seinem Vornamen und mit âDuâ anreden. (Ich habe diese Praxis auch fĂŒr meine Gruppe ĂŒbernommen). Er war etwas âeifersuechtigâ und hatte etwas von einer Primadonna an sich.âcite-ref-37[37]
âą Erwin Zindler
SchĂŒler
Regelschulbetrieb
âą Die Geschwister Hilde, Kurt und Maria Adams waren die Kinder von Kurt Adams.cite-ref-38[38]
âą Howard Beinhoff (* 15. November 1916 â â 23. Juli 1986)cite-ref-wei-e-rose-hamburg-39-0[39]
âą Ursula Brinckmanncite-ref-40[40]
âą Hella Bruhns, SchĂŒler in der Klasse von Ernst Loewenberg.cite-ref-41[41]
âą Lotte Canepacite-ref-wei-e-rose-hamburg-39-1[39]
âą Walter Flesch (* 1913 in Barmbek â â 1992) legte âim Februar 1933 sein Abitur an der Lichtwark-Schule ab. Zusammen mit seinem Zeugnis wurde ihm ein Schreiben ausgehĂ€ndigt, das ihn darĂŒber belehrte, er sei fĂŒr ein Studium, da politisch unzuverlĂ€ssig, ungeeignet. Damit war sein Wunsch, Lehrer zu werden, nicht mehr zu verwirklichen.âcite-ref-42[42]
âą Friedrich GroĂmanncite-ref-43[43]
âą Ilse Grumm (* 14. MĂ€rz 1910 in Kiel â â 21. September 1980 in Hamburg)cite-ref-44[44]
âą Gerhard de Haas, SchĂŒler in der Klasse von Ernst Loewenberg; er konnte nach PalĂ€stina auswandern.cite-ref-45[45]
âą Bernhard Hamann
âą Benvenuto van Halle (auch von Halle) war LichtwarkschĂŒlercite-ref-46[46] und gehörte als Untersuchungsrichter einem amerikanischen MilitĂ€rtribunal in der Nachfolge der NĂŒrnberger Prozesse an.cite-ref-47[47]
âą Heinz und Peter Heilbutcite-ref-48[48]
âą Erna Hochfeld, geboren am 23. Januar 1914 in Hamburg, wurde am 13. Oktober 1942 mit dem 14. Transport vom SS-Sammellager Mecheln aus nach Auschwitz deportiert â zusammen mit ihrem Mann Berl Dankowitz (* 27. September 1890 in Krakau) und der gemeinsamen Tochter Solange Dankowitz (* 2. Mai 1941 in Antwerpen).cite-ref-49[49] Erna Hochfeld kam 1928 an die Lichtwarkschule, die sie an Ostern 1930 nach der Obersekunda verlieĂ, um einen Beruf zu erlernen.cite-ref-50[50]
âą Josef Hochfeld (* 8. April 1912 â â 12. MĂ€rz 2004)cite-ref-jm-berlin-51-0[51] war der Bruder von Erna Hochfeld. Er besuchte ebenfalls die Lichtwarkschule, wo er 1930 das Abitur machte. Er heiratete 1939 Hanna Hochfeld (* 7. Januar 1919 in Elberfeld â â 23. Februar 2011 in San Francisco)cite-ref-52[52] âIm Zuge des Novemberpogroms wurde Josef Hochfeld verhaftet und kam in das KZ Sachsenhausen. Nach seiner Entlassung am 17. Januar 1939 emigrierte er mit seiner Frau nach Tientsin (China), wo er als Apotheker und Chemiker tĂ€tig war.â Josef Hochfeld und seine Frau konnten 1948 in die USA einreisen. Seine Geschichte hat er in einem Interview erzĂ€hlt, das sich im Bestand des USHMM befindet.cite-ref-53[53]
âą Fritz Kestner (* 26. August 1916 in Hamburg â â 18. MĂ€rz 2007 Dorchester-on-Thames)cite-ref-54[54]
âą Hedwig Klein
âą Heinz Kucharskicite-ref-wei-e-rose-hamburg-39-2[39]
âą Felicitas Kukuck
âą Traute Lafrenzcite-ref-wei-e-rose-hamburg-39-3[39]
âą Hans Ludwig Levy, SchĂŒler in der Klasse von Ernst Loewenberg; er konnte nach PalĂ€stina auswandern.cite-ref-56[56]
âą Herbert Lindemanncite-ref-57[57]
âą Hans Maeder
âą Anneliese Mandowsky (1905â1941), Opfer des Holocaust
âą Erna Mandowsky (1906â2003), Emigrantin, Kunsthistorikerin
âą Charlotte Mandowsky (1909â1941), Opfer des Holocaust
âą Gert Marcus (1914â2008), deutsch-schwedischer Maler und Bildhauer
âą Herbert Meinkecite-ref-wei-e-rose-hamburg-39-4[39]
âą Rolf Meinecke
âą Walter Niemann, Maler, Bildhauer und Graphiker (* 7. Mai 1915 in Hamburg; â 14. September 1986 in Worpswede)
âą Hans Prawitt (* 3. Oktober 1913 in Hamburg â â 1944 in einem AuĂenlager des KZ Buchenwald), Schriftsetzerlehrling und Mitglied im ISK.cite-ref-58[58]
âą Peter Renyi (1920â2002), âist Vize-Chefredakteur der ungarischen Parteizeitung âNepszabadsagâ und Mitglied des Zentralkomitees der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei (USAP). Er stammt aus dem damals ungarischen Banat, das im Jahr seiner Geburt, 1920, durch den Friedensvertrag von Trianon rumĂ€nisches Staatsgebiet wurde. Aus Protest gegen das reaktionĂ€re Horthy-Regime in Ungarn zog Renyis Vater, ein Chemiker, Ende der [19]20er Jahre von Budapest nach Hamburg und muĂte 1938 als Jude erneut nach Ungarn auswandern. In Hamburg besuchte Renyi die Lichtwark-Schule, zur gleichen Zeit wie der jetzige Bundeskanzler Helmut Schmidt, zu dem er heute gute Kontakte unterhĂ€lt. In der Kommunistischen Partei Ungarns stieg der gelernte Drucker nach dem Krieg als KulturfunktionĂ€r und Kunstkritiker auf und gilt im ZK als einer der West-Experten.âcite-ref-59[59]
âą Karlheinz Rebstockcite-ref-60[60]
âą John Rewald, Mitglied in der Redaktion der 1928 gegrĂŒndeten Schulzeitung Der Querkopf.cite-ref-61[61]
âą Margaretha Rothecite-ref-wei-e-rose-hamburg-39-5[39]
âą Heinz-JĂŒrgen Ruschewey (1926â1978), ist der Architekt des 1949 eingeweihten Mahnmals fĂŒr die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung (KZ-Opfer Ehrenmal) auf dem Friedhof Ohlsdorf.cite-ref-62[62]
âą Helmut Schmidt & Loki Schmidt
âą Marianne Schmidtcite-ref-63[63]
âą Gesa Schneidercite-ref-64[64]
âą Karl Ludwig Schneidercite-ref-wei-e-rose-hamburg-39-6[39]
âą Richard Schulz
âą Heinz Strelow (* 15. Juli 1915 in Hamburg; â 13. Mai 1943 in Berlin-Plötzensee), Journalist, Unteroffizier und WiderstandskĂ€mpfer der Roten Kapelle, wurde durch das NS-Regime hingerichtet
âą Fritz Traugott (1919â1995) musste 1936 die Lichtwarkschule verlassen und konnte 1938 in die USA emigrieren. Als Angehöriger der Ritchie Boys kehrte er nach der Landung der Alliierten in der Normandie nach Europa zurĂŒck. Von Mitte 1945 an war Traugott mit seiner Einheit fĂŒr einige Monate in Berlin im Haus der Wannseekonferenz einquartiert. Basierend auf Briefen und ErinnerungsstĂŒcken von ihm wurde am 19. Juni 2025 dort die Sonderausstellung âOn the Roof of Himmler's Guesthouse. Die U.S. Army 1945 in Wannseeâ in Anwesenheit von Fritz Traugotts Kindern eröffnet.cite-ref-65[65]
âą Fritz Unnacite-ref-66[66]
âą Lola Zahn
Arbeiter-Abiturientenkurs und Abendoberschule
âą Werner Blanck (* 1907 â am 8. Februar 1943 im Zuchthaus Berlin-Plötzensee hingerichtet), ein Mitglied der KPD, erwarb 1930 im Arbeiter-Abiturienten-Kursus die Hochschulreife und begann noch im gleichen Jahr in Hamburg das Jurastudium. Dieses setzte er spĂ€ter an der UniversitĂ€t Leiden fort. WĂ€hrend des Krieges wurde er in Antwerpen verhaftet und vom Volksgerichtshof wegen Vorbereitung kommunistischen Hochverrats zum Tode verurteilt.cite-ref-69[69]
âą Franz Bobzien, werktĂ€tiger AbendoberschĂŒler, der spĂ€ter Lehrer wurde.cite-ref-70[70] Er wurde wĂ€hrend der Nazi-Zeit verfolgt und wurde in mehreren ZuchthĂ€usern und Konzentrationslagern inhaftiert, zuletzt im KZ Sachsenhausen. Von dort aus wurde er bei BombenrĂ€umungsarbeiten in Berlin eingesetzt und kam dabei am 28. MĂ€rz 1941 ums Leben.
âą Hermann Ernst Hinderks (* 19. Dezember 1907), emigrierte 1935 nach SĂŒdafrika, um am St. Georgeâs Cathedral Gymnasium in Kapstadt zu unterrichten. 1939 ging er als Germanistik Dozent an die University of Capetown, bis er 1953 aus SĂŒdafrika abreiste, um Professor an der Queenâs University in Belfast, Nordirland, zu werden.cite-ref-71[71]
SchulgebÀude und Kunstwerke
Das SchulgebĂ€ude Am Grasweg wurde nach PlĂ€nen Fritz Schumachers, eines MitbegrĂŒnders des Deutschen Werkbundes und Förderers der neuzeitlichen Backsteinbauweise in Norddeutschland, errichtet. Die Planungen begannen bereits 1910, der Bau konnte aber erst im April 1925 bezogen werden. Das GebĂ€ude war auch architektonisch als Gegensatz zur nahegelegenen traditionsbewussten Gelehrtenschule des Johanneums geplant. Es wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschĂ€digt und beim Wiederaufbau vor allem im Dachbereich verĂ€ndert.
Eine Orgel des Schriftstellers und Orgelbauers Hans Henny Jahnn wurde 1931 von Karl Kemper gebaut und 1991 von Orgelbaumeister G. Christian Lobback restauriert.
Literatur
âą Anne-Kathrin Beer: Eine Schule, die hungrig machte. Helmut und Loki Schmidt und die Lichtwarkschule (= Studien der Helmut und Loki Schmidt-Stiftung. Bd. 3). Edition Temmen, Bremen 2007, ISBN 978-3-86108-895-0.
⹠Angela Bottin: Enge Zeit. Spuren Vertriebener und Verfolgter der Hamburger UniversitÀt (= Hamburger BeitrÀge zur Wissenschaftsgeschichte. Bd. 11). Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Audimax der UniversitÀt Hamburg vom 22. Februar bis 17. Mai 1991. Reimer, Berlin u. a. 1992, ISBN 3-496-00419-3.
âą Jörg Deuter: Nicht nur Lili Marleen. Hans Leip und der Esperantologe Richard Schulz, Nordhausen 2013, ISBN 978-3-88309-794-7 (Traute Lafrenz ĂŒber ihre Erinnerungen an die Lichtwarkschule, S. 32, 39 â 42).
âą Ursel Hochmuth, Gertrud Meyer: Streiflichter aus dem Hamburger Widerstand. 1933â1945. Nachdruck der Ausgabe von 1969. Röderberg-Verlag, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-87682-036-7.
âą Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, in: Ursel Hochmuth/Hans-Peter de Lorent (Hg.): Hamburg: Schule unterm Hakenkreuz, BeitrĂ€ge der »Hamburger Lehrerzeitung« (Organ der GEW) und der Landesgeschichtskommission der VVN/Bund der Antifaschisten, Hamburger Lehrerzeitung, Hamburg, 1985.
âą Reiner Lehberger: Die Lichtwarkschule in Hamburg. Das pĂ€dagogische Profil einer Reformschule des höheren Schulwesens in der Weimarer Republik. Darstellung und Quellen. Herausgegeben von der Freien und Hansestadt Hamburg, Behörde fĂŒr Schule, Jugend und Berufsbildung, Amt fĂŒr Schule, Referat S 13/31, Hamburg 1996, ISBN 3-929728-27-3.
⹠Lichtwarkschule (Hrsg.): 50. Geburtstag eines GebÀudes. Jahrzehnte der Erinnerung. 19. April 1975. Lichtwarkschule, Hamburg 1975.
âą Herbert Meinke, Marianne Schmidt (Red.): Die Lichtwarkschule. Idee und Gestalt. Herausgegeben vom Arbeitskreis Lichtwarkschule, Hamburg 1979.
âą Joachim Wendt: Die Lichtwarkschule in Hamburg (1921â1937). Eine StĂ€tte der Reform des höheren Schulwesens (= BeitrĂ€ge zur Geschichte Hamburgs. Bd. 57 = Hamburger Schriftenreihe zur Schul- und Unterrichtsgeschichte. Bd. 8). Verein fĂŒr Hamburgische Geschichte, Hamburg 2000, ISBN 3-923356-95-1 (Zugleich: Hamburg, Univ., Diss., 1996. Ăberblick ĂŒber die Themenstellung der Arbeit).
âą Karl-Heinz FĂŒssl: Fritz C. Neumann (1897â1976). Ein radikaler deutscher PĂ€dagoge als Emigrant in Europa und den USA, in: Jahrbuch fĂŒr Historische Bildungsforschung, Band 5, Verlag Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn, 1999, ISBN 3-7815-1065-4, S. 225â246. (Online-Zugang zur Volltextausgabe des Jahrbuches fĂŒr Historische Bildungsforschung, Band 5) Eine leicht geĂ€nderte Fassung des Aufsatzes erschien am 1. Oktober 1999 in englischer Sprache: Karl-Heinz Fuessl: Cross-Cultural Developments in Education: The Comparative Experiences of Fritz C. Neumann in Europe and the United States, Historical Studies in Education / Revue Dâhistoire De LâĂ©ducation 11 (2) 1999, S. 170â187
âą Fritz C. Neumann: Memoirs of a contemporary, unveröffentlichtes Manuskript in englischer Sprache, editiert von Lisel Mueller, Libertiville, 1965, 248 S. Eine Kopie des Manuskripts wurde freundlicherweise zur VerfĂŒgung gestellt von der Bibliothek des German Historical Institute in Washington.
âą Helga Kutz-Bauer/Holger Martens: Verfolgung als politische Erfahrung. Hamburger Sozialdemokraten nach 1945, Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten (AvS), Hamburg, 2013, ISBN 978-3-929728-76-7.
Weblinks
Commons
: Lichtwarkschule
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Uwe Plog: Die Lichtwarkschule. Idee und Gestalt. Rezension in: Zeitschrift des Vereins fĂŒr Hamburgische Geschichte, Band 66, Hamburg 1980, S. 252 f.
âą Website der Heinrich-Hertz-Schule
Einzelnachweise
cite-note-11. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 84
cite-note-22. â Dietmar Haubfleisch: Die Schulfarm Insel Scharfenberg (Berlin) und ihre vielfĂ€ltigen Vernetzungen mit Personen und Institutionen der ReformpĂ€dagogik der Weimarer Republik. Einige Beispiele und Funktionen
cite-note-33. â Fritz C. Neumann: Memoirs of a contemporary, S. 112. âNo one gave shape and direction to the whole school. Every secondary teacher in any one of the secondary Hamburg schools who wanted to try something new could join the staff of the Lichtwarkschule, and they did. So it became a hodgepodge of different ideas and trends.â
cite-note-44. â Wilhelm Blume, zitiert nach: Dietmar Haubfleisch: Die Schulfarm Insel Scharfenberg (Berlin) und ihre vielfĂ€ltigen Vernetzungen mit Personen und Institutionen der ReformpĂ€dagogik der Weimarer Republik. Einige Beispiele und Funktionen
cite-note-f-ssl231-55. â Karl-Heinz FĂŒssl: Fritz C. Neumann (1897â1976), S. 231
cite-note-fcn-113-66. â Fritz C. Neumann: Memoirs of a contemporary, S. 113. âWe, i.e., some young âKandidatenâ â teachers in preparatory service â who came to the school in 1922 and 1923 felt that there was stagnation and that something had to be done to revitalize the school. So we started e kind of revolution. âWeâ were mainIy three, Walter Teich who was basicaliy a poet, a certain Mr. Schnell â who later ended his career in a very sensational and funny fashion â and myself. We decided that the misfortune of the situation was due to the fact that the school had no common philosophy and no basic common creed. Everybody was pulling in a different direction. So we decided to gather all the older men whom we appreciated â there were e great many â and led meetings in private homes trying to work out and to agree on such a common creed. Our group then carried these decisions through in staff meetings by voting en bloc. All went well for a while but then our common front broke up. We young ones wanted to put some Socialism into our common platform but with this the majority refused to go along. Democracy was allright as a basic idea but not socialism.â
cite-note-77. â Fritz C. Neumann: Memoirs of a contemporary, S. 114
cite-note-88. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 85
cite-note-99. â Hermann E. Hinderks, zitiert nach Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 85
cite-note-1010. â Fritz C. Neumann: Memoirs of a contemporary, S. 116. âAnother interesting feature was added to the school by the creation of the âArbeiterkursâ (Workers' Course). This was a group of young workers â all boys â who, after working for several years, were enrolled in this course to be trained in such a way that after several years they could pass the university entrance examination. The idea was to create e body of sons of the working class and Social Democrats who would be available for important positions in the state, something sorely needed since the Weimar Republic, to its great misfortune, took over the old reactionary bureaucracy of the Kaiser' days lockstock and barrel. And these men sabotaged democracy wherever they could and very successfully too.â
cite-note-1111. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 85
cite-note-1212. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!« S. 86.
cite-note-1313. â Fritz C. Neumann: Memoirs of a contemporary. S. 131. After the Nazi electoral success of 1930 the Hamburg Ministry of Education decided to purge the Lichtwarkschule of communistĂc teachers. Three of us (Kappe, Lewalter and I) were transferred to other schools where we would be utterly isolated from each other. As soon as my class had completed their final examination in the fall of 1930 I was transfarred to the Oberrealschule am Kaiser Friedrich Ufer, an ordinary secondary school of the same type as the one I had attended myself as a boy.
cite-note-1414. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!« S. 86.
cite-note-1515. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!« S. 87â88.
cite-note-1616. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!« S. 89.
cite-note-1717. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!« S. 90.
cite-note-1818. â Hans LiebschĂŒtz, zitiert nach Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 90. Mit der das âharmlose junge MĂ€dchenâ spielenden Kollegin ist Erna Stahl gemeint.
cite-note-1919. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!« S. 93.
cite-note-2020. â Helmut Schmidt im GesprĂ€ch mit Sandra Maischberger, SPIEGEL GESCHICHTE 7/2015, 19. November 2015
cite-note-2121. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 86. Von ihm stammt vermutlich die Publikation Von der GroĂstadt in das Dorf und zurĂŒck: [Erinnerungen des Lehrers Willy Denecke an die Kinderlandverschickung], herausgegeben von Wilhelm Maybaum, Selbstverlag, Hamburg 1998.
cite-note-2222. â Barbara Kersken: Max und Gertrud Bondy in Marienau. Die Geschichte einer verdrĂ€ngten PĂ€dagogik, Dahlem-Marienau, 2012 (Selbstverlag)
cite-note-2323. â Obligo einmal anders: Jan Darboven und Hans Wolfgang Donandt erzĂ€hlen aus ihrer Kindheit in Marienau, Marienauer Nachrichten Nr. 54, Juli 2012
cite-note-2424. â Barbara Kersken: Max und Gertrud Bondy in Marienau, S. 60
cite-note-gr-nder-2525. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 84
cite-note-2626. â Fritz C. Neumann: Memoirs of a contemporary, S. 119. âLewalterâs friend and the other Communist in the early twenties was Gustav Heine. He had the great advantage over his comrades, that he had been in the Soviet Union; he had worked for a year in the Ukrainian ministry of education in Kiev. When he came back, he gave many lectures on the U.S.S.R. In these he stressed especially the friendship of the Soviets for Germany and their full support of Germany during the time of the Ruhr occupation. As e teacher he was an expert as an English teacher. He spoke excellent English and did miracles in teaching it. Though he had long ago given up any political activity the Nazis dismissed him in 1934. He first went to England and then to Brazil where his wife had been born and where her family lived. He taught there in a German school in Sao Paolo during the second war. After 1945 he returned to Germany during the hunger years and taught again in the Hamburg school system â even after retirement age. Lately he has become the director of an Instituto Alemano in Portugal.â
cite-note-2727. â Fritz C. Neumann: Memoirs of a contemporary, S. 113. âJaeger was lacktadaisical, one might also have called him outright lazy. He was a gourmet and a sybarite and a great lover of the arts, with excellent taste. I remember that he imported his own tea from Ceylon. He gave no direction to the school and allowed things to glide along.â
cite-note-2828. â Fritz C. Neumann: Memoirs of a contemporary, S. 117â118. âRudolf Kappe [âŠ] was harh in his manners, authoritarian, sarcastic and so biting in his remarks that the students from the workersâ course called him âHimmelstossâ, the very unlovely corporal of the Prussian type of ugly fame from Remarqueâs famous novel âAll Quiet on the Western Frontâ. He was so fascinated by his topics that he said he forgot completely the students in front of him. His philosophy was a queer mixture of Romanticism â he admired the Middle Ages for their economic system with corporate institutions and especially for their grandiose church architecture. He was originally a Social Democrat but, disappointed by their spineless behaviour, he moved closer and closer to the Communists. In the end he became a fullfledged Marxist. He had a wonderful knowledge of architecture and my wife and I had a marvellous experience when we travelled with him and his students on a church study trip to western and southern Germany. His personal manners and ways were so outspoken, sharp and almost brutal that he almost had a genius for making enemies. However, he was my special friend and as a teacher I learned much from him. He died early through an air attack in Alsace towards the end of the Second World War.â
cite-note-2929. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 85
cite-note-3030. â Peter Slade: Open Friendship in a Closed Society. Mission Mississippi and a Theology of Friendship; als Bcuh: Oxford University Press, New York, 2009, ISBN 978-0-19-537262-5, S. 9â10. âThe new government disbanded the Lichtwark School, known to be full of social democrats. Herbert Moltmann moved to another school, but wishing to be free from Nazi Party control, he joined the Army reserve in 1936. Personal experience reinforced Herbert Moltmannâs dislike of the Nazis.â
cite-note-3131. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 87â88. NĂ€here Informationen ĂŒber ihn sind rar. Möglicherweise ist er der Co-Herausgeber eines einschlĂ€gigen Nachschlagewerks: Berthold Ohm und Alfred Philipp (Hg.): Anschriftenverzeichnis der Alten Herren der Deutschen Landsmannschaft, Teil 1, Hamburg, 1932. Ein âOberstleutnant Berthold Ohmâ gilt auch als einer der HaupttĂ€ter in der Penzberger Mordnacht, wobei ungewiss ist, ob dieser mit dem Hamburger Lehrer identisch ist.
cite-note-3232. â Frau HĂŒ und das Vögelchen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. Dort werden auch weitere MĂ€rchenspiele von Edgar Schnell angezeigt.
cite-note-3333. â Reinhold Ahr: Ein Brief von Ernst Wiechert âund seine Folgen
cite-note-3434. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 90
cite-note-3535. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 90 & Dr. Walter Teich in der Deutschen Digitalen Bibliothek
cite-note-3636. â Fritz C. Neumann: Memoirs of a contemporary, S. 113. Neumann nennt ihn dort allerdings Franz Wiesner und â wie das nachfolgende Zitat zeigt â auch Karl Wiesner. Karl-Heinz FĂŒssl wiederum benutzt nur den Namen Fritz Wiesner.
cite-note-3737. â Fritz C. Neumann: Memoirs of a contemporary, S. 117. âKarl Wiesner was entirely a man of âeducator-as-gardenerâ philosophy. With him the teacher should never try to implant his own views and ideas into the studentsâ minds; present all sides, let them discuss and then choose themselves or wait for a later decision. He was, however, a very strong personality and a born educator. He insisted that his students call him by his first name and âDuâ. (I also adopted this practice with my group). He was somewhat âeifersuechtigâ (jealous) and there was something of a primadonna about him.â
cite-note-3838. â Loki Schmidt im GesprĂ€ch mit Reiner Lehberger
cite-note-wei-e-rose-hamburg-3939. â Mitglied der WeiĂen Rose Hamburg
cite-note-4040. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 90
cite-note-4141. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 98
cite-note-4242. â Dietmar Sedlaczek: Biographische Skizze: Walter Flesch (1913-1992). (PDF; 268 kB) In: bredelgesellschaft.de. Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e. V., 1997, abgerufen am 15. Juli 2025.
cite-note-4343. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 92
cite-note-4444. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 94 & Hamburger Frauenbiographien: Ilse Grumm
cite-note-4545. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 98
cite-note-4646. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 97
cite-note-4747. â Im Internet sind zahlreiche Hinweise auf seine TĂ€tigkeit zu finden, jedoch keine relevanten biographischen Daten.
cite-note-4848. â Sie sind wahrscheinlich keine Nachkommen von Kurt Heilbut, da dessen Familie wĂ€hrend der Nazi-Zeit in oder nahe Dresden lebte. Allerdings hatte auch Kurt Heilbut auĂer seinem Sohn Peter Heilbut noch einen Sohn, Hellfried, der, wie Heinz Heilbut, nach England entkommen konnte. (Heike Haarhof in der taz ĂŒber Peter Heilbut: Teil 1 und Teil 2; zu den beiden LichtwarkschĂŒlern: Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 92)
cite-note-4949. â Erna Hochfeld in der Datenbank der GedenkstĂ€tte Kazern Dossin und Familie Hochfeld-Dankowitz auf der Transportliste des 14. Transports vom 13. Oktober 1942
cite-note-5050. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 92
cite-note-jm-berlin-5151. â Aus den Sammlungen des JĂŒdischen Museums Berlin: Foto von Josef Hochfeld kurz nach der Entlassung aus dem KZ Sachsenhausen
cite-note-5252. â Traueranzeige fĂŒr Hanna Hochfeld. Zu deren familiĂ€rem Hintergrund siehe: Hamburger Stolperstein fĂŒr DR. JOSEPH NORDEN
cite-note-5353. â Oral history interview with Josef Hochfeld, ca. 90-minĂŒtiges Interview vom 2. Dezember 1988 in englischer Sprache
cite-note-5454. â siehe: QuĂ€kerschule Eerde#Allgemeine SchĂŒlerbiografien
cite-note-5555. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 98, Stolperstein in Hamburg fĂŒr Rolf William Levisohn und Hamburger Bildungsserver: Rolfs Schulzeit.
cite-note-5656. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 98
cite-note-5757. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 91
cite-note-5858. â Zur Erinnerung an verfolgte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten: Hans Prawitt. Siehe auch: Stolperstein in Hamburg fĂŒr Hans Prawitt.
cite-note-5959. â Peter Renyi, Der Spiegel 39/1980, 22. November 1980.
cite-note-6060. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 93. Vermutlich handelt es sich bei ihm um den Architekten Karlheinz Rebstock, der in den 1960er Jahren an der Neugestaltung des Ehrenhains Hamburger WiderstandskĂ€mpfer beteiligt war. (Friedhof Ohlsdorf, Ehrenhain Hamburger WiderstandskĂ€mpfer)
cite-note-6161. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 86
cite-note-6262. â Mahnmal fĂŒr die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung
cite-note-6363. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 86
cite-note-6464. â Helga Kutz-Bauer/Holger Martens: Verfolgung als politische Erfahrung, S. 65, und Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 97
cite-note-6666. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 92
cite-note-6767. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 86
cite-note-6868. â Ursel Hochmuth, Gertrud Meyer: Streiflichter aus dem Hamburger Widerstand 1933â1945, S. 159
cite-note-6969. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 97.
cite-note-7070. â Ursel Hochmuth: Lichtwarkschule/LichtwarkschĂŒler: »Hitler fĂŒhrt ins Verderben â GrĂŒĂt nicht!«, S. 85
cite-note-7171. â Hermann Hinderks (b.1907) & Hitlerâs Black Book â information for Hermann Hinderks. Christian Geissler verweist in seinem Buch WIRD ZEIT, DASS WIR LEBEN. Geschichte einer exemplarischen Aktion auf die BrĂŒder Hermann Ernst und Walter Hinderks sowie deren Wiedergutmachungsakten im Staatsarchiv Hamburg. Siehe auch: Ermann E. Hinderks auf der Sonderfahndungsliste G.B.